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Die Demografiewerkstatt Kommunen bei der ConSozial 2018

Das Projekt Demografiewerkstatt Kommunen hat erstmalig bei Deutschlands größter Kongressmesse im Bereich der Sozialwirtschaft in Nürnberg eine Programmreihe durchgeführt. Besucherinnen und Besucher der ConSozial hatten außerdem die Möglichkeit, am Stand der Deutschen Fernsehlotterie mit den Vertreterinnen und Vertretern der Demografiewerkstatt Kommunen ins Gespräch zu kommen.

Wie Digitalisierung in Kommunen gelingen kann

Die Podiumsdiskussion unter dem Titel „Digitalisierung in der Kommune – Chance für Teilhabe und Mitgestaltung?“ wurde von Dolfi Müller, Stadtpräsident der Stadt Zug (Schweiz), eingeleitet. Er betonte besonders, wie wichtig es sei, sich den Entwicklungen zu stellen und offen zu sein. Als erste öffentliche Verwaltung akzeptiert die Stadt Zug eine Kryptowährung. Bürgerinnen und Bürger können mit Bitcoins und dem zugrunde legenden Blockchain-Prinzip bezahlen. Auch die Herausforderungen einer digitalen Identität beleuchtete Müller. Daran anknüpfend stellte Dr. Klaus Schafmeister, Projektleiter im Kreis Lippe, das Handlungskonzept „Smart Country Side“, die unter dem Motto „Wohnen auf dem Land. In der Welt zuhause“ steht, vor. Er verwies unter anderem auf die wichtige Rolle eines regionalen Fördermittelmanagements.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung diskutieren die beiden Referenten mit Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel (Abteilungsleiter der Abteilung 3 Demografischer Wandel, Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege, BMFSFJ) und Prof. Dr. Sabine Sachweh (Fachhochschule Dortmund, Projekt „QuartiersNETZ“). Prof. Dr. Martina Wegner (Hochschule München, strategische Projektbetreuung DWK) moderierte das Gespräch. Prof. Dr. Sabine Sachweh hob hervor, dass sich das Thema Digitalisierung nicht verschieben lasse. Sie sprach sich für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Nutzerinnen und Nutzern, Kommunen und Expertinnen und Experten bei der Entwicklung digitaler Produkte aus. Digitalisierung ist eine Frage von Teilhabe, so Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel. In diesem Zusammenhang wies er auf die Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ hin. Ziel sei immer eine Verbesserung der Lebensräume.

In der Diskussion auf dem Podium sowie im Gespräch mit dem Publikum ging es unter anderem um die Frage, wie weit das Digitale das „Reale“ ersetzen sollte, um die Problematik der starren Strukturen in kommunalen Verwaltungen und um die verschiedenen Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung ohne „blinde Flecken“. Ein Wunsch trat besonders vor: Es braucht Testfelder – Räume zum Ausprobieren, in denen digitale Projekte ohne große Hürden erprobt werden können.

Was Quartiersarbeit bewirken kann

Die zweite Veranstaltung, die von der Demografiewerkstatt Kommunen initiiert wurde, fand auf der Messebühne statt und stand unter dem Motto „Gemeinsam für ein solidarisches Miteinander in der Nachbarschaft“. Neben dem Publikum vor Ort konnten weitere Interessierte aus ganz Deutschland per Live-Webinar an dem Vortrag teilnehmen. Ein Format, das sowohl für die Demografiewerkstatt Kommunen als auch für die ConSozial eine Premiere war.

Felix Forberg und Ulrich Meyerratken von der Stiftung Deutsches Hilfswerk stellten zunächst die Fördermöglichkeiten der Deutschen Fernsehlotterie vor. Sie gaben Informationen zum Hintergrund der DFL, erläuterten den Weg der Antragsstellung und präsentierten mithilfe eines neuen Films einige Praxisbeispiele.

Im Anschluss berichteten Andrea Schmidt und Horst Schwobeda von der Familien- und Altenhilfe in Schwabach über ein von der Deutschen Fernsehlotterie gefördertes Quartiersprojekt. Horst Schwobedas Stelle als Quartiersmanager ist Teil der Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten so aus erster Hand erfahren, wie ein Förderantrag gelingen und was mit den Mitteln bewirkt werden kann. Horst Schwobeda berichtete von seiner Arbeit vor Ort und wie wichtig der persönliche Kontakt zu den Menschen im Quartier ist. Die Referenten beantworteten zum Ende ihres Vortrages Nachfragen von Webinar-Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die per Chat gestellt wurden.

Wir danken allen Beteiligten und allen Interessierten für den spannenden Austausch an diesen beiden Kongresstagen!

Quelle: www.demografiewerkstatt-kommunen.de

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