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WIR!-Projekt der Kreishandwerkerschaft Region Meißen beendet Konzeptphase und reicht Unterlagen für eine Umsetzung beim Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) ein

Seit April 2018 ist es der Kreishandwerkerschaft Region Meißen und ihren Projektpartnern mit dem Vorhaben „WIR! - Das Handwerk als Innovationsmotor in der Elberegion Meißen“ gelungen, ein zentrales Thema des Handwerks zu besetzen: Innovation im Handwerk als wirtschaftlicher Anker der Region. Innerhalb kürzester Zeit konnten mit diesem Ansatz neue Partner gewonnen und bestehende Kooperationen gefestigt werden. Insgesamt haben bisher 74 wichtige Akteure in und außerhalb der Region gerade in der Not der Nachwuchsgewinnung erkannt, dass es Zeit ist, gemeinsam etwas Mutiges wachsen zu lassen.

Dass dieses Ansinnen momentan auf fruchtbaren Boden bei der betreffenden Zielgruppe in der Region fällt, belegt eine aktuelle Studie, die im Rahmen der Konzeptphase angefertigt wurde. Demnach bekunden von 186 befragten Auszubildenden (50 aus dem Handwerk) des Beruflichen Schulzentrums für Technik und Wirtschaft Riesa und der Qualifizierungszentrum Region Riesa GmbH ein starkes Interesse an der Elberegion. 70 % der befragten Auszubildenden wollen in der Region bleiben und suchen damit eine Perspektive vor Ort. 20 % der Befragten wollen sich nach ihrer Ausbildung selbstständig machen. Zum Vergleich: An der Uni Leipzig wollen sich nur 3 % der Studierenden nach ihrem Studium einer selbstständigen Tätigkeit widmen. Das sind sehr gute Voraussetzungen, an denen sich anknüpfen lässt.

Das Ziel für die Elberegion ist es daher, insbesondere junge Menschen zu motivieren Unternehmer (Startup-Handwerker) zu werden. Deshalb möchte das Projektkonsortium mit einer offenen Werkstatt zum Projektbeginn 2019 starten, um mit neuen Technologien sowie neuen Bildungskonzepten eine junge Zielgruppe für das Handwerk zu begeistern. Dieser Ansatz wird in der genannten Studie von 60% der Auszubildenden positiv eingeschätzt. Der Landrat stellt dem Bündnis für dieses Vorhaben die „Bauhalle“ in Riesa zur Verfügung.

 

 

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Projektbündnis vnl.: Peter Liebe (Kreishandwerksmeister), Robert Meyer (Uni Leipzig), Andreas Barth (StA Riesa), Prof. Dr. Dornberger (SMILE/ Uni Leipzig) Josephine Hage (Kreatives Sachsen), Prof. Dr. Schröter-Bobsin (StA Riesa), Sybille Stenzel (Qualifizierungszentrum Region Riesa), Thomas Lehr (Conoscope GmbH), Stephan Franck (KHS Region Meißen), Jens-Torsten Jacob (KHS Region Meißen); Foto: Kreishandwerkerschaft Region Meißen

 

Gerade durch Produkt- und Dienstleistungsinnovation im Handwerk lässt sich die Begeisterung auf die Elberegion noch weiter steigern. In diesem Sinne soll der für die Region einzigartige und neu geführte Dialog zwischen Handwerk und Kreativwirtschaft mittels eines Wettbewerbs verstärkt werden. Dies soll zur Sensibilisierung von Innovationen und dem Erreichen einer breiten Akzeptanz anhand des historischen Gebäudekomplexes „altes Rittergut“ in Riesa gelingen. Freundlicherweise wird dieser von der Stadt Riesa mit Projektstart 2019 zur Verfügung gestellt.

Auch Innovation benötigt eine Form, in welcher sich nicht nur alle Bündnispartner wiederfinden können, sondern sich auch neue Partner an Innovation in der Elberegion beteiligen können. Hierfür bedarf es weitere Anstrengungen, um das Handwerk und handwerksnahe Organisationen und Dienstleister vom Handwerk als Innovationsmotor in der Elberegion Meißen nachhaltig zu begeistern, um weitere Vorhaben in der Region und damit auch Arbeitsplätze zu konzentrieren. Vorstellbar wäre etwa die Gründung einer Genossenschaft.

Wie geht es weiter? Am 26.10.2018 wurde bereits der Antrag durch den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Region Meißen, Jens-Torsten Jacob, in Berlin eingereicht. Bereits ab November wird ein Konzept zur Fachkräftegewinnung für die offene Werkstatt erarbeitet, um zum einen für den Projektstart durch wertvolle Vorarbeit für die Umsetzung ab 2019 gerüstet zu sein. Und zum anderen soll das Projekt auch unabhängig von den Projektmitteln des Bundesministeriums für Forschung und Bildung (BMBF) eine Chance bekommen, ab nächstes Jahr umgesetzt zu werden. Außerdem wird es ab Januar 2019 Innovationsclubs geben. Themen, wie Neue Werkstoffe für das Handwerk oder sinnvolle Berufsorientierungsangebote sollen erörtert werden, um den Dialog zum Thema Innovation in der Region weiterzuführen. Ferner wird die Objektentwicklung „Rittergut“ als weitere Vorarbeit für den Wettbewerb fortlaufend vorangetrieben. Im Februar 2019 findet die Projektverteidigung in Berlin statt. Ab April 2019 wird sich entscheiden, welche 12 Projektbündnisse – von insgesamt 32 eingereichten Initiativen aus Ostdeutschland –  den möglichen Zuschlag des BMBF bekommen. Die fünfjährige Umsetzungsphase des WIR!-Programms (WIR! Wandel durch Innovation in der Region) wird dann pro Bündnis mit bis zu 8 Mio Euro untermauert.

Die bisherigen Ergebnisse des aktuellen Innovationsnetzwerks in der Elberegion mittels Innovationsclubs und Innovationswerkstätten sowie einer gut aufgestellten Öffentlichkeitsarbeit haben das Potential des Projekts über die Region hinaus verdeutlichen und bereits gesellschaftlich verankern können. Diese Anstrengungen wurden Mitte September 2018 durch die Übernahme der Schirmherrschaft des WIR!-Projekts durch den Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer gewürdigt. Das ist ein wichtiges Signal für das Projekt und für das Handwerk in der Region insgesamt. 

Quelle: www.demografiewerkstatt-kommunen.de

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