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Gleichstellungsindex 2017: Deutschland im Bereich Wissen nur auf Platz 25

Deutschland kommt beim Abbau der Geschlechtersegregation bei Ausbildung und Arbeitsmarkt kaum voran. Das zeigt der vom Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) veröffentliche Gleichstellungsindex 2017.

Der aktuelle Index zeigt, wo die Europäische Union (EU) derzeit bei der Frage der Gleichstellung steht. Der EU-Gesamtwert ist nur vier Punkte höher als vor zehn Jahren und liegt nun bei 66,2 von 100 Punkten. Den höchsten Wert erzielt Schweden mit 82,6 Punkten, während Griechenland mit 50 Punkten das Schlusslicht bildet. Deutschland rangiert mit einem Zuwachs von 0,6 Punkten zwischen 2012 und 2015 auf Platz 12 und damit im europäischen Mittelmaß.

Vergleichsweise schwach schneidet Deutschland im Bereich Wissen bzw. Bildung ab. So gibt es etwa bei der Wahl des Studienfachs große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. 40,7 Prozent der jungen Frauen studieren Fächer aus dem Bereich Erziehung, Gesundheit, Soziales, Geisteswissenschaften oder Kunst. Bei den Männern sind es hingegen nur 17,1 Prozent. Der Gleichstellungsindex wird vom EIGE entwickelt, um die in der EU im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter erzielten Fortschritte zu bemessen. Der Gleichstellungsindex umfasst sechs Kernbereiche – Arbeit, Geld, Wissen, Zeit, Macht und Gesundheit – und zwei Satellitenbereiche: Gewalt gegen Frauen und sich überschneidende Ungleichheiten. Er macht deutlich, in welchen Bereichen Verbesserungen erforderlich sind, und unterstützt politische Entscheidungsträger bei der Gestaltung wirksamerer Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung.

www.klischee-frei.de/gleichstellungsindex-2017

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