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Fehlende Männer an Grundschulen: „Kümmern ist sehr wohl männlich“

An vielen Grundschulen unterrichten keine Männer. Das Bremer Projekt „Rent a teacherman“ will das ändern. Initiator Dr. Christoph Fantini erklärt, warum es wichtig ist, dass es auch Grundschullehrer gibt.

Hintergrund des Interviews: in Bremen gibt es aktuell 15 Grundschulen ohne eine einzige männliche Fachkraft, zählt man Referendare und abgeordnete Lehrer nicht mit, steigt die Zahl sogar auf 19 Schulen. Die komplette Abwesenheit von Männern wirkt nicht nur für Jungen und Mädchen extrem stereotypisierend in Bezug auf die eigentlich gewünschte Vielfalt von Geschlechtsrollenmodellen („Männer machen nichts mit Kindern….“), es fehlen auch vor allem für Jungen männliche Ansprechpartner in Situationen, in denen sie sich nicht so gerne an eine Frau wenden wollen bzw. einfach den Wunsch nach einem Gegenüber des gleichen Geschlechts haben. Dass grundsätzlich weibliche Ansprechpartnerinnen für Mädchen vorzuhalten sind, z.B. auf Klassenfahrten, ist längst selbstverständlich.

Kurzfristig lässt sich an der beschriebenen Situation bezüglich der Zusammensetzung des festangestellten Lehrpersonals nur begrenzt etwas ändern. Deshalb soll ein Pool mit qualifizierten /zu qualifizierenden Lehramtsstudenten aufgebaut werden. Grundschulen (insbesondere solchen ohne männliche Fachkräfte) können hier Fachkräfte für vorübergehende Einsätze anfragen.

Zum Interview mit Dr. Christoph Fantini und zur Webseite des Projekts:

www.klischee-frei.de
www.maenner-in-die-grundschule.de

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