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Männer in Kitas? – Positionspapier der AGJ

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat ein Positionspapier zum Thema "Männer in der Kindertagesbetreuung" herausgegeben.

Die AGJ leistet damit einen Beitrag zur Diskussion über das Thema und verdeutlicht, dass mehr männliche Beschäftigte einen Gewinn für die pädagogische Arbeit mit Kindern und die qualitätsorientierte Gestaltung institutioneller Bildung, Betreuung und Erziehung darstellen können. Sie betont, dass in einer vielfältigen Gesellschaft Männer als selbstverständlicher Teil in der Kindertagesbetreuung dazugehören sollen.

Die AGJ sieht es zudem als notwendig an, dass im System der Kindertagesbetreuung eine Auseinandersetzung über ein professionelles Verhältnis von Nähe und Distanz von Fachkräften zu den von ihnen betreuten Kindern stattfindet. Der fachliche Fokus solle darauf liegen, dass für alle Kitas grundsätzlich ein sexualpädagogisches Schutzkonzept sinnvoll und professionelle Praxis sei, egal welchen Geschlechts das Personal ist.

Außerdem wird auf die zahlenmäßige Entwicklung von Männern im Arbeitsfeld der Kindertagesbetreuung eingegangen. Trotz der erzielten Fortschritte stellen sie immer noch eine sehr kleine Gruppe innerhalb der Frauendomäne Kindertagesbetreuung dar. In diesem Zusammenhang wird auch der Boys'Day – Jungen-Zukunftstag als eine Initiative erwähnt, mehr Männer für den Erzieherberuf zu gewinnen und zu einer geschlechterausgeglichenen Berufs- und Studienwahl beizutragen. Das Erleben von Männern und Frauen, mit unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten und Geschlechtsrollen, sei für Kinder wichtig, um ihre eigene Geschlechtsidentität zu entwickeln und sich für sie passende Verhaltensweisen und Rollenbilder zu entscheiden.

Die AGJ sieht also das Fehlen von Männern als pädagogische Fachkräfte als problematisch an, da Kindern so der selbstverständliche Umgang mit verschiedenen Geschlechtern und das Erleben von Geschlechtergerechtigkeit erschwert wird.

In ihren Handlungsempfehlungen fordert die AGJ Akteure auf allen Ebenen des Systems institutioneller Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern dazu auf, geschlechtersensible pädagogische Strategien und Konzepte zu entwickeln und nachhaltig zu implementieren sowie Bedingungen zu schaffen, die der speziellen Situation männlicher Fachkräfte in dem stark weiblich konnotierten Arbeitsfeld Rechnung tragen.

Zum Positionspapier (PDF):

agj.de

Mehr zur Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees:

klischee-frei.de

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