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Girls'Day 2026 startet im Bundeskanzleramt

Am 22. April 2026 fiel im Bundeskanzleramt der Startschuss für den Girls'Day 2026. 20 Schülerinnen aus Berlin erkundeten gemeinsam mit dem Bundeskanzler und der Initiative D21 einen interaktiven MINT-Parcours und erhielten Einblicke in Zukunftsberufe rund um KI, Technik und Digitalisierung.

Girls'Day-Teilnehmerinnen beim Girls'Day-Auftakt 2026 mit Bundeskanzler Friedrich MerzGirls'Day-Teilnehmerinnen mit Bundeskanzler Friedrich Merz beim Girls'Day-Auftakt 2026 | Bild: Tobias Koch

Seit über 20 Jahren eröffnet der amtierende Bundeskanzler oder die amtierende Bundeskanzlerin gemeinsam mit der Initiative D21 den Girls’Day. Damit wird die Bedeutung des Aktionstags unterstrichen, der Mädchen ermutigt, ihre beruflichen Möglichkeiten jenseits klassischer Rollenbilder zu entdecken und neue Wege in MINT-Berufe zu gehen.

Im Mittelpunkt des Auftaktprogramms stand ein interaktiver Parcours, an dem fünf Mitgliedsorganisationen der Initiative D21 (Fsas Technologies, die Bundesdruckerei, HiSolutions, IBM und Pfeifer & Langen) praxisnahe Einblicke in unterschiedliche MINT-Berufe gaben. Die Schülerinnen konnten dabei selbst ausprobieren, Fragen stellen und Technik unmittelbar erleben.

Ein besonderer Moment war die anschließende Gesprächsrunde mit dem Bundeskanzler, in der die Schülerinnen Fragen zu seinem persönlichen Werdegang und zu Zukunftsthemen stellten. Auf die Frage, welche MINT-Berufe künftig besonders wichtig seien, betonte der Bundeskanzler insbesondere Ingenieurberufe in unterschiedlichen Fachrichtungen sowie die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig appellierte er daran, jungen Menschen nicht nur akademische Wege, sondern auch berufliche Ausbildungswege stärker in den Blick zu nehmen. Entscheidend sei, Vorurteile in der Gesellschaft und im Elternhaus abzubauen und Kinder bei ihrer Berufswahl nach Begabung und Interesse – nicht nach Geschlecht – zu unterstützen.

Bereits in seiner Begrüßungsrede setzte der Bundeskanzler ein klares Zeichen für mehr Chancengleichheit: "Ich werbe nicht nur für mehr Frauen in technischen Berufen, ich werbe auch für mehr Männer in sozialen Berufen. Wir wollen Rollenbilder überwinden."

Prof.'in Barbara Schwarze, Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V., fasst treffend zusammen: "Künstliche Intelligenz und digitale Technologien prägen unsere Zukunft. Umso wichtiger ist es, dass junge Frauen frühzeitig ermutigt werden, diese Entwicklungen selbstbewusst und aus unterschiedlichen Perspektiven mitzugestalten."

Der Girls'Day zeigt seit vielen Jahren Wirkung: Über 2,5 Millionen Mädchen haben bereits Berufe kennengelernt, die sie zuvor oft nicht in Betracht gezogen hätten. Studien belegen, dass das Interesse am IT-Bereich im Anschluss deutlich steigt. Auch die hohe Weiterempfehlungsquote von 95 Prozent unterstreicht den nachhaltigen Erfolg des Aktionstags.

"Der Aktionstag setzt einen wichtigen Impuls: Er zeigt Schülerinnen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen, und stärkt ihre Motivation, diese auch zu ergreifen. Gleichzeitig ermutigt er Unternehmen, sich stärker für weibliche Talente zu öffnen – ein Zusammenspiel, das langfristig wirkt", sagt Marc Reinhardt, Präsident der Initiative D21.

Der Auftakt im Bundeskanzleramt machte einmal mehr deutlich: Wenn Schülerinnen frühzeitig praktische Einblicke erhalten, können sie ihre Zukunft aktiv mitgestalten – insbesondere in den entscheidenden Bereichen von Digitalisierung, KI und technischen Ausbildungsberufen.

Zur Initiative D21

Pressebilder der Initiative D21